Fast für mich ( für sein Wohlgefallen, seinet Willen )
Vom Meer des Wissens und dem Gotteskenner
- Imam Abdulwahab asch-Scharani1
Der Prophet sallallahu alayhi wa sallam hat uns das Versprechen abgenommen, dass wir das Fasten wegen der Aussage Allahs: „Es ist für mich.“ lieben sollen, nicht wegen anderen Dingen, wie z.B. dem Verlangen nach Belohnung oder der Vergebung einer Sünde. Denn wer etwas für Allah ta'ala tut, dem nimmt Allah die Sorgen um das Diesseits und Jenseits und gibt ihm, was nie ein Auge je gesehen hat, wovon nie ein Ohr gehört hat und was nie im Gedanken eines Menschen war. Auch nicht wegen der guten Taten und der Vergebung der Sünden sowie anderen menschlichen Verlangen im Diesseits und Jenseits. Uns ist nicht bekannt, dass Allah über einen anderen Akt des Gottesdienstes gesagt hat: „Er ist ausschließlich für mich.“, außer über das Fasten. Hätte es keinen so hohen Rang, hätte Allah es nicht sich zugeschrieben.
Ich hörte meinen Scheich Sayyidi Ali Al-Khawas sagen: „Die Bedeutung von "Das Fasten ist für mich." ist, dass es eine göttliche Bezeichnung darstellt, denn während des Fastens isst und trinkt man nicht und deswegen wurde dem Fastenden befohlen, nicht zu schimpfen, keine schlechten Taten zu vollbringen und keine unsittlichen Dinge zu sagen, aus Respekt vor dieser göttlichen Eigenschaft , deren Parallelbedeutung es in sich trägt.
Sufyan ibn Uyayna sagte über den Qudsi Hadith, „Alle Handlungen von dem Sohne Adams sind für ihn selbst, außer dem Fasten, dies ist für mich.", Folgendes: „Am Jüngsten Tag wird Allah den Diener zu Rechenschaft ziehen und er wird seine schlechten Taten mit dem Guten aufwiegen, bis der Diener keine guten Taten mehr hat außer dem Fasten, dann wird Allah ihm seine restlichen schlechten Taten aufgrund des Fastens verzeihen und er wird das Paradies wegen seinem Fasten betreten.“ Diese Erklärung ist aber einzigartig. (Gharib).
Das Fasten stoppt die Wege des Satan im menschlichen Körper und versperrt ihm die Wege zum Herzen und zwar vom dem einen Jahr bis zum nächsten Jahr und von Montag bis Donnerstag und von Donnerstag bis Montag und von der Mitte des Monats bis zur Mitte des folgenden Monats und von dem Haram-Monat zum nächsten Haram-Monat und vom 'Aschura-Tag bis zum nächsten 'Aschura-Tag und vom 'Arafat-Tag bis zum nächsten 'Arafat-Tag. Jedes Fasten ist ein Schutz bis zum nächsten Fastentag. So hat man einen Kreis für die Montage, für die Donnerstage, für die Mitte der Monate, für die Haram-Monate, für die 'Arafat-Tage und für die 'Aschura Tage. Jeder Kreis schützt vor bestimmten Dingen, so dass der Satan den Diener nicht erreichen kann, so dass er ihm nicht einflüstern kann, genauso wie es der Fall beim Gebet, der Zakat, der Pilgerfahrt, der Reinigung, der Niederwerfung und der Vorbeugung ist. Jede Handlung vergilt bestimmte Arten von Sünden. Keine Handlung kann die Sünden, welche nur eine andere Handlung aufwiegen kann, vergelten.
Der Beweis für das, was wir berichtet haben, ist das, was Imam Muslim in seinem Sahih überliefert hat, als der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Die fünf Gebete, vom Freitagsgebet bis zum nächsten Freitagsgebet und von Ramadan zum nächsten Ramadan sind Vergeltungen für, was dazwischen liegt, solange man die großen Sünden vermeidet.“
Und wisse, der Vorzug des Fastens kann nur durch den zusätzlichen Hunger, welcher den normalen Hunger, den man außerhalb des Ramadhan verspürt, übertrifft, erlangt werden. Wer nicht mehr Hunger verspürt, der ist, als ob er gar nicht fastet und die Wege des Satan in seinem Körper sind nicht versperrt, genauso wie es bei dem Nicht-Fastenden der Fall ist. Besonders wenn man viel isst und trinkt und des Abends die verschiedensten Köstlichkeiten verspeist, dann inmitten der Nacht gebratenen Käse oder Süßigkeiten zu sich nimmt und dann kurz vor der Morgendämmerung noch Ähnliches isst. So eine Person öffnet dem Satan mehr Wege, als es in den anderen Monaten der Fall ist. Der Satan erlangt mehr Wege, durch die er ihn erreichen kann und das in einem so gesegneten Monat, in dem die Laylat al-Qadr liegt, die gesegneter als tausend Monate ist. Dies ist vergleichbar mit der gesamten Lebensspanne der meisten Menschen, da die Mehrheit um die 83 Jahre lebt. Wenn man alle Taten eines Menschen während seines ganzen Lebens gegen seine Handlungen in Laylat al-Qadr aufwiegt, so werden die Handlungen in Laylat al-Qadr überwiegen. Wir sprechen hier über die Handlungen, die allein für Allah sind, über die Handlungen, die mit Angeberei, Sünden, Gelüsten und Achtlosigkeit vermischt sind, reden wir nicht.
Wer mit dem Auge seines Herzen sieht, der wird feststellen, dass das Fasten der Tage vor Laylat al-Qadr wie eine Art Vorbereitung des Herzens für diese Nacht wirkt, damit man in ihr Allah wahrnehmen kann. Ich denke aber, dass das einfache Volk und selbst die Großen unserer Zeit in den Dingen ertrinken, die wir schon erwähnt haben, sodass Ramadan vorbeigeht und ihr Herz ist nur schwärzer geworden durch das Verspeisen und Schlafen.
Der Gläubige in den frühen Zeiten konnte, sobald der Ramadan vorbei war, die Geheimnisse in den Herzen der Menschen sehen, aufgrund der Reinheit in seinem eigenen Inneren, welche er durch die vielen gottesdienstlichen Handlungen und die Vermeidung von Sünden erreicht hat.
Ich hörte den Scheich Ibrahim al-Usfur al-Madschdub sagen: „Bei Allah, das Fasten solcher Muslime (die Leute seiner Zeit) ist ungültig, da sie ihr Fasten mit Fleisch, Süßigkeiten und anderen Köstlichkeiten brechen. Bei mir aber gilt nur das Fasten der wahrhaftigen Leute, solche, die ihr Fasten mit Öl, Essig oder ähnlichem brechen.“
Die Menschen aber verstanden seine Aussagen und Hinweise nicht, da er Madschdub war. Ich aber begriff seine Rede, die Hinweise und Tadel beinhaltete, es ist so, als ob er zu den Muslimen sagte, dass sie im Ramadan den starken Hunger fühlen müssten.
Ich hörte Fadluddin sagen: „Zu den Charaktereigenschaften des Gläubigen gehört, dass wenn Fastende bei ihm das Fasten brechen, so soll er ihnen nicht ausreichend für eine normale Sättigung servieren, sondern er soll es ihnen ermöglichen, die Sunnah bei der Sättigung zu wahren.“ Der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Einige wenige Bisse sollen dem Sohne Adams genügen, so dass er aufrecht stehen kann.“
Die Sprachwissenschaftler sagen: „Mit Bissen (Luqaymat) ist hier der Plural von Biss (Luqma) gemeint, genauer zwischen drei und neun.“ Wenn jemand einem Fastenden mehr als neun Bisse serviert, so hat er ihn schlecht behandelt und er hat seine Belohnung verschwendet, denn er hat die Sunnah überschritten. Auf so etwas gibt nur derjenige Acht, der nicht mehr mit den Geschöpfen handelt, sondern zu der Weite der Scharia übergangen ist und nur mit Allah ta'ala allein handelt, sodass er auf den Din seines Bruders besser aufpasst, als sein Bruder es selbst tut.
Die Zeichen dafür, dass du diese Stufe erreicht hast, ist die Tatsache, dass es dich nicht mehr stört, wenn dein Bruder vor deinen Feinden darüber schimpft, dass du ihn nicht genügend gesättigt hast.
Dem Urteil der Überschreitung der Sunnah bei einem Gotteskenner gleicht dem Urteil in Bezug auf ein Kind: Man gibt einem Kind nicht immer das, was es sich wünscht.
Sayyidi Ibrahim al-Mabtuli brachte den Fastenden weniger Essen, als sie es gewohnt waren und deswegen beschwerten sie sich beim Vertreter des Scheichs. Er aber sagte ihnen, wenn sie sich im Diesseits über ihn beschwerten, so würden sie sich doch im Jenseits bei ihm dafür bedanken.
Ein Ratschlag von meinem Scheich Ali al-Khawas war: „Wehe, dass du im Ramadan deinem Gast aus Angst davor, dass er dich dafür kritisiert, mehr als ein Brot gibst, selbst wenn es sich um eine wichtige Person handelt. Denn wenn er die Wahrheit deiner Tat begriffen hätte, so hätte er deine Füße geküsst und zu dir gesagt: ‚Möge Allah dich reichlich dafür belohnen, dass du meiner verwerflichen Triebseele nicht das gegeben hast, was sie sich wünscht, sondern dass du ihre Heilung bezweckst.‘“
So, lieber Bruder, lass dich von einem Scheich erziehen, damit du die Schöpfung mit Barmherzigkeit behandelst und damit du kein Angst mehr vor dem Tadel der Schöpfung verspürst.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam gesagt hat: „Allah ta'ala sagt: Alle Handlungen des Sohnes Adams sind für ihn, außer dem Fasten, es ist für mich und ich belohne ihn dafür.“ Das Fasten ist ein Schutz, so darf der Fastende nicht schimpfen und nicht laut reden, sondern, wenn man ihn beschimpft oder bekämpft, so soll er sagen: „Ich faste.“ Und bei Dem, Der die Seele Muhammads besitzt, der Geruch aus dem Mund des Fastenden ist bei Allah beliebter als der Geruch von Moschus. Der Fastende hat zwei Freuden, eine, wenn er sein Fasten bricht und eine, wenn er seinem Herrn mit seinem Fasten begegnet.
In der Überlieferung von Imam Muslim sagte der Prophet sallallahu alayhi wa sallam: „Alle gute Taten von dem Sohn Adams werden zehnfach bis siebenhundertfach belohnt. Allah sagt: ‚Es ist für mich und ich belohne selbst dafür, weil der Diener für mich seine Triebe und sein Essen unterlässt.‘“
In der Überlieferung von Imam Malik und Abi Dawud und at-Tirmidhi sagte der Prophet sallallahu alayhi wa sallam: „Wenn der Fastende seinem Herrn begegnet, dann wird er belohnt und erfährt das Glück.“
Der Fastende hat zwei Freuden, weil der Mensch aus Fleisch und Seele besteht. Die Ernährung des Körpers ist das Essen und die Ernährung der Seele ist die Begegnung mit Allah. Und Allah weiß es am besten.
Imam Ibn Hadschar al-Asqalani sagte: „‚Das Fasten ist ein Schutz‘ bedeutet, dass das Fasten den Fastenden vor den Dingen beschützt, die er befürchtet. Das Fasten schützt die Person vor den Sünden.“
Imam Tabarani und Bayhaqi überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten ist ausschließlich für Allah, nur Er kennt die Belohnung dafür.“
Und Imam Tabarani überlieferte von den Vertrauenswürdigen, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Fastet! So werdet ihr gesund.“
Imam Ahmad und Bayhaqi überlieferten mit einer guten Überlieferungskette, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten ist ein Schutz und wie eine Festung vor der Hölle.“
In der Überlieferung von Ibn Khuzayma sagte er sallallahu alayhi wa sallam: „Das Fasten ist ein Schutz vor der Hölle wie die Schutzweste im Kampf.“
Imam Ahmad, Tabarani und al-Hakim überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten und der Quran legen Fürsprache am Jüngsten Tag ein. Das Fasten wird sagen: ‚Oh mein Herr ich habe ihm das Essen und Trinken und die Begierde verboten, so lass mich sein Fürsprecher sein.‘ und der Quran sagt: ‚Oh mein Herr, ich habe ihn daran gehindert, nachts zu schlafen so lass mich sein Fürsprecher sein.‘ Dann erlaubt Allah ihnen die Fürsprache.“
Ibn Madscha überlieferte, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Jede Sache braucht eine Zakat, und die Zakat des Körpers ist das Fasten.“
Imam al-Bayhaqi überlieferte, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Der Fastende hat beim Fastensbrechen ein Bittgebet, welches nicht zurückgewiesen wird.“
Ich hörte meinen Scheich Sayyidi Ali Al-Khawas sagen: „Die Bedeutung von "Das Fasten ist für mich." ist, dass es eine göttliche Bezeichnung darstellt, denn während des Fastens isst und trinkt man nicht und deswegen wurde dem Fastenden befohlen, nicht zu schimpfen, keine schlechten Taten zu vollbringen und keine unsittlichen Dinge zu sagen, aus Respekt vor dieser göttlichen Eigenschaft , deren Parallelbedeutung es in sich trägt.
Sufyan ibn Uyayna sagte über den Qudsi Hadith, „Alle Handlungen von dem Sohne Adams sind für ihn selbst, außer dem Fasten, dies ist für mich.", Folgendes: „Am Jüngsten Tag wird Allah den Diener zu Rechenschaft ziehen und er wird seine schlechten Taten mit dem Guten aufwiegen, bis der Diener keine guten Taten mehr hat außer dem Fasten, dann wird Allah ihm seine restlichen schlechten Taten aufgrund des Fastens verzeihen und er wird das Paradies wegen seinem Fasten betreten.“ Diese Erklärung ist aber einzigartig. (Gharib).
Das Fasten stoppt die Wege des Satan im menschlichen Körper und versperrt ihm die Wege zum Herzen und zwar vom dem einen Jahr bis zum nächsten Jahr und von Montag bis Donnerstag und von Donnerstag bis Montag und von der Mitte des Monats bis zur Mitte des folgenden Monats und von dem Haram-Monat zum nächsten Haram-Monat und vom 'Aschura-Tag bis zum nächsten 'Aschura-Tag und vom 'Arafat-Tag bis zum nächsten 'Arafat-Tag. Jedes Fasten ist ein Schutz bis zum nächsten Fastentag. So hat man einen Kreis für die Montage, für die Donnerstage, für die Mitte der Monate, für die Haram-Monate, für die 'Arafat-Tage und für die 'Aschura Tage. Jeder Kreis schützt vor bestimmten Dingen, so dass der Satan den Diener nicht erreichen kann, so dass er ihm nicht einflüstern kann, genauso wie es der Fall beim Gebet, der Zakat, der Pilgerfahrt, der Reinigung, der Niederwerfung und der Vorbeugung ist. Jede Handlung vergilt bestimmte Arten von Sünden. Keine Handlung kann die Sünden, welche nur eine andere Handlung aufwiegen kann, vergelten.
Der Beweis für das, was wir berichtet haben, ist das, was Imam Muslim in seinem Sahih überliefert hat, als der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Die fünf Gebete, vom Freitagsgebet bis zum nächsten Freitagsgebet und von Ramadan zum nächsten Ramadan sind Vergeltungen für, was dazwischen liegt, solange man die großen Sünden vermeidet.“
Und wisse, der Vorzug des Fastens kann nur durch den zusätzlichen Hunger, welcher den normalen Hunger, den man außerhalb des Ramadhan verspürt, übertrifft, erlangt werden. Wer nicht mehr Hunger verspürt, der ist, als ob er gar nicht fastet und die Wege des Satan in seinem Körper sind nicht versperrt, genauso wie es bei dem Nicht-Fastenden der Fall ist. Besonders wenn man viel isst und trinkt und des Abends die verschiedensten Köstlichkeiten verspeist, dann inmitten der Nacht gebratenen Käse oder Süßigkeiten zu sich nimmt und dann kurz vor der Morgendämmerung noch Ähnliches isst. So eine Person öffnet dem Satan mehr Wege, als es in den anderen Monaten der Fall ist. Der Satan erlangt mehr Wege, durch die er ihn erreichen kann und das in einem so gesegneten Monat, in dem die Laylat al-Qadr liegt, die gesegneter als tausend Monate ist. Dies ist vergleichbar mit der gesamten Lebensspanne der meisten Menschen, da die Mehrheit um die 83 Jahre lebt. Wenn man alle Taten eines Menschen während seines ganzen Lebens gegen seine Handlungen in Laylat al-Qadr aufwiegt, so werden die Handlungen in Laylat al-Qadr überwiegen. Wir sprechen hier über die Handlungen, die allein für Allah sind, über die Handlungen, die mit Angeberei, Sünden, Gelüsten und Achtlosigkeit vermischt sind, reden wir nicht.
Wer mit dem Auge seines Herzen sieht, der wird feststellen, dass das Fasten der Tage vor Laylat al-Qadr wie eine Art Vorbereitung des Herzens für diese Nacht wirkt, damit man in ihr Allah wahrnehmen kann. Ich denke aber, dass das einfache Volk und selbst die Großen unserer Zeit in den Dingen ertrinken, die wir schon erwähnt haben, sodass Ramadan vorbeigeht und ihr Herz ist nur schwärzer geworden durch das Verspeisen und Schlafen.
Der Gläubige in den frühen Zeiten konnte, sobald der Ramadan vorbei war, die Geheimnisse in den Herzen der Menschen sehen, aufgrund der Reinheit in seinem eigenen Inneren, welche er durch die vielen gottesdienstlichen Handlungen und die Vermeidung von Sünden erreicht hat.
Ich hörte den Scheich Ibrahim al-Usfur al-Madschdub sagen: „Bei Allah, das Fasten solcher Muslime (die Leute seiner Zeit) ist ungültig, da sie ihr Fasten mit Fleisch, Süßigkeiten und anderen Köstlichkeiten brechen. Bei mir aber gilt nur das Fasten der wahrhaftigen Leute, solche, die ihr Fasten mit Öl, Essig oder ähnlichem brechen.“
Die Menschen aber verstanden seine Aussagen und Hinweise nicht, da er Madschdub war. Ich aber begriff seine Rede, die Hinweise und Tadel beinhaltete, es ist so, als ob er zu den Muslimen sagte, dass sie im Ramadan den starken Hunger fühlen müssten.
Ich hörte Fadluddin sagen: „Zu den Charaktereigenschaften des Gläubigen gehört, dass wenn Fastende bei ihm das Fasten brechen, so soll er ihnen nicht ausreichend für eine normale Sättigung servieren, sondern er soll es ihnen ermöglichen, die Sunnah bei der Sättigung zu wahren.“ Der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Einige wenige Bisse sollen dem Sohne Adams genügen, so dass er aufrecht stehen kann.“
Die Sprachwissenschaftler sagen: „Mit Bissen (Luqaymat) ist hier der Plural von Biss (Luqma) gemeint, genauer zwischen drei und neun.“ Wenn jemand einem Fastenden mehr als neun Bisse serviert, so hat er ihn schlecht behandelt und er hat seine Belohnung verschwendet, denn er hat die Sunnah überschritten. Auf so etwas gibt nur derjenige Acht, der nicht mehr mit den Geschöpfen handelt, sondern zu der Weite der Scharia übergangen ist und nur mit Allah ta'ala allein handelt, sodass er auf den Din seines Bruders besser aufpasst, als sein Bruder es selbst tut.
Die Zeichen dafür, dass du diese Stufe erreicht hast, ist die Tatsache, dass es dich nicht mehr stört, wenn dein Bruder vor deinen Feinden darüber schimpft, dass du ihn nicht genügend gesättigt hast.
Dem Urteil der Überschreitung der Sunnah bei einem Gotteskenner gleicht dem Urteil in Bezug auf ein Kind: Man gibt einem Kind nicht immer das, was es sich wünscht.
Sayyidi Ibrahim al-Mabtuli brachte den Fastenden weniger Essen, als sie es gewohnt waren und deswegen beschwerten sie sich beim Vertreter des Scheichs. Er aber sagte ihnen, wenn sie sich im Diesseits über ihn beschwerten, so würden sie sich doch im Jenseits bei ihm dafür bedanken.
Ein Ratschlag von meinem Scheich Ali al-Khawas war: „Wehe, dass du im Ramadan deinem Gast aus Angst davor, dass er dich dafür kritisiert, mehr als ein Brot gibst, selbst wenn es sich um eine wichtige Person handelt. Denn wenn er die Wahrheit deiner Tat begriffen hätte, so hätte er deine Füße geküsst und zu dir gesagt: ‚Möge Allah dich reichlich dafür belohnen, dass du meiner verwerflichen Triebseele nicht das gegeben hast, was sie sich wünscht, sondern dass du ihre Heilung bezweckst.‘“
So, lieber Bruder, lass dich von einem Scheich erziehen, damit du die Schöpfung mit Barmherzigkeit behandelst und damit du kein Angst mehr vor dem Tadel der Schöpfung verspürst.
Imam al-Bukhari und Imam Muslim überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam gesagt hat: „Allah ta'ala sagt: Alle Handlungen des Sohnes Adams sind für ihn, außer dem Fasten, es ist für mich und ich belohne ihn dafür.“ Das Fasten ist ein Schutz, so darf der Fastende nicht schimpfen und nicht laut reden, sondern, wenn man ihn beschimpft oder bekämpft, so soll er sagen: „Ich faste.“ Und bei Dem, Der die Seele Muhammads besitzt, der Geruch aus dem Mund des Fastenden ist bei Allah beliebter als der Geruch von Moschus. Der Fastende hat zwei Freuden, eine, wenn er sein Fasten bricht und eine, wenn er seinem Herrn mit seinem Fasten begegnet.
In der Überlieferung von Imam Muslim sagte der Prophet sallallahu alayhi wa sallam: „Alle gute Taten von dem Sohn Adams werden zehnfach bis siebenhundertfach belohnt. Allah sagt: ‚Es ist für mich und ich belohne selbst dafür, weil der Diener für mich seine Triebe und sein Essen unterlässt.‘“
In der Überlieferung von Imam Malik und Abi Dawud und at-Tirmidhi sagte der Prophet sallallahu alayhi wa sallam: „Wenn der Fastende seinem Herrn begegnet, dann wird er belohnt und erfährt das Glück.“
Der Fastende hat zwei Freuden, weil der Mensch aus Fleisch und Seele besteht. Die Ernährung des Körpers ist das Essen und die Ernährung der Seele ist die Begegnung mit Allah. Und Allah weiß es am besten.
Imam Ibn Hadschar al-Asqalani sagte: „‚Das Fasten ist ein Schutz‘ bedeutet, dass das Fasten den Fastenden vor den Dingen beschützt, die er befürchtet. Das Fasten schützt die Person vor den Sünden.“
Imam Tabarani und Bayhaqi überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten ist ausschließlich für Allah, nur Er kennt die Belohnung dafür.“
Und Imam Tabarani überlieferte von den Vertrauenswürdigen, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Fastet! So werdet ihr gesund.“
Imam Ahmad und Bayhaqi überlieferten mit einer guten Überlieferungskette, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten ist ein Schutz und wie eine Festung vor der Hölle.“
In der Überlieferung von Ibn Khuzayma sagte er sallallahu alayhi wa sallam: „Das Fasten ist ein Schutz vor der Hölle wie die Schutzweste im Kampf.“
Imam Ahmad, Tabarani und al-Hakim überlieferten, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Das Fasten und der Quran legen Fürsprache am Jüngsten Tag ein. Das Fasten wird sagen: ‚Oh mein Herr ich habe ihm das Essen und Trinken und die Begierde verboten, so lass mich sein Fürsprecher sein.‘ und der Quran sagt: ‚Oh mein Herr, ich habe ihn daran gehindert, nachts zu schlafen so lass mich sein Fürsprecher sein.‘ Dann erlaubt Allah ihnen die Fürsprache.“
Ibn Madscha überlieferte, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Jede Sache braucht eine Zakat, und die Zakat des Körpers ist das Fasten.“
Imam al-Bayhaqi überlieferte, dass der Prophet sallallahu alayhi wa sallam sagte: „Der Fastende hat beim Fastensbrechen ein Bittgebet, welches nicht zurückgewiesen wird.“
Walhamdulillahi Rabbil Alamin
Fußnoten:
1 Der Text stammt aus dem Buch von Imam Asch-Scharani, "لواقح الأنوار القدسية في بيان العهود المحمدية Lawaqih al-Anwar Al-Qudsiyya fi-bayani al-Uhud al-Muhammadiya, S. 129-132, Dar Ihya' ath-Thurat al-Arabi, Beirut [«-]
Walhamdulillahi Rabbil Alamin