Der Quran unterscheidet sich von anderen Texten, indem er zu Lebzeiten des Propheten Mohammad (s.s.) bereits fixiert war. Dies geschah gleichzeitig mit der Offenbarung, indem der Prophet (s.s.) die Gläubigen bat, die Qurantexte auswendig zu lernen und zu rezitieren durch Texterhalter „Huffaz“, und sie überdies auch durch die „Kuttabul’Wahi“- die Offenbarungsschreiber - schriftlich festzulegen. Somit besitzt der Quran zwei Elemente der Authentizität: Schriftliche und mündliche Überlieferung. Unmittelbar nach dem Tod des Propheten (s.s.) bat der erste Khalif Abu Bakr den ehemaligen ersten Offenbarungsschreiber Zaid ibn Thabit, eine Zusammenstellung vorzubereiten. Zaid ibn Thabit trug dann - auf die Empfehlung des späteren zweiten Khalifen Omar - alle vorhandenen Dokumentationen zusammen. Dies waren:
Die Zeugnisse der Huffaz, Schriftstücke (wie z.B. Pergamente), Leder, kleine Holztafeln usw. Derart erhielt man eine buchstabentreue Zusammenstellung des Buches. Omar in seiner Zeit als Khalif ab dem Jahr 634, hat einen einzigen Band anfertigen lassen, der bei seiner Tochter, der Witwe des Propheten (s.s), aufbewahrt wurde.
Der dritte Khalif Othman beauftragte eine Kommission mit der großen Rezension, die seinen Namen trägt. Sie überprüfte die Authentizität des unter Abu Bakr erstellten Dokuments und erfragte abermals die Huffaz. Der Text wurde äußerst streng geprüft. Durch Konkordanz aller Zeugnisse wurde die Übereinstimmung der Verse, selbst der kleinsten, festgestellt. Durch diese Vorgangsweise erhielt man ein Quran-Exemplar, das in seinem Wortlaut und seiner Anordnung den Offenbarungen und Anweisungen zu Lebzeiten des Propheten Mohammad (s.s.) entsprach. Der Khalif Othman verschickte genaue Abschriften dieses Exemplars in alle Zentren des damaligen islamischen Imperiums. Diese Ausgaben findet man heute als Originale in Taschkent und Istanbul.
(Sure 56, Vers 77-80)
„Es ist eine vortreffliche Lektüre; in einer wohlverwahrten Schrift; die nur von Gereinigten berührt wird; eine Offenbarung vom Herren der Welten“
(Sure 98, Vers 2-3)
„Ein Gesandter von Allah, der ihnen reine (unverfälschte) Schriftblätter vortrug;
Darin sind Vorschriften von ewiggültiger Wahrhaftigkeit und Klarheit“
(Sure10, Vers 38)
„Und doch behaupten sie: „Er hat ihn erdichtet!“ Sprich: „So bringt eine einzige Sure gleicher Art hervor und ruft dazu, wen ihr nur könnt, außer Allah, wenn ihr wahrhaft seid“ .
Damit fordert der Quran jene Menschen zum Nachdenken auf, die nicht an ihn glauben. Diese Herausforderung hinsichtlich der Unübertrefflichkeit ist nach muslimischem Verständnis in dreierlei Hinsicht zu verstehen:
- In der Sprache: Dies ist für Menschen mit einer anderen Muttersprache als Arabisch kaum erkennbar. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass sehr viele namhafte arabische Poeten nach dem Lesen einiger weniger Verse des Quran sich bestätigt fühlten, dass es sich dabei nicht um Dichtung handeln könne, sondern diese Worte anderen als menschlichen Ursprung haben müssten.
- In der Wissenschaft:
o Der Quran steht im Einklang mit geschichtlichen Ereignissen
(siehe dazu die Quran-Erzählungen über Noah, Moses, ...)
o Er widerspricht nicht heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, sondern beschreibt vielmehr biologische und andere Phänomene sehr detailliert, zu einer Zeit, in der die Menschen über derlei Vorgänge noch keine Kenntnis besaßen. Ein Beispiel:
(Sure 23, Vers 13-14)
„Dann setzten wir ihn als Samentropfen an eine geschützten Stätte; dann erschufen wir aus dem Samentropfen ein Anhängsel und erschufen aus dem Anhängsel ein kleines Gebilde und hernach formten Wir in dem kleinen Gebilde Knochen und bekleideten die Knochen mit Fleisch. Dann ließen wir daraus ein anderes Geschöpf entstehen. Gepriesen sei Allah, der vortreffliche Schöpfer“.
Hier werden die Entwicklungsphasen des Embryos im Uterus beschrieben. Damals nicht bekannt, ist erst Jahrhunderte danach wissenschaftlich belegt worden, dass diese Beschreibung den embryonalen Entwicklungsstufen entspricht.
(Sure 57, Vers 25)
„...Und Wir sandten das Eisen, das viel Gewalt in sich birgt, in dem aber auch Nutzen liegt für die Menschheit..“
Der zeitgenössische Gelehrte, Universitätsdirektor und Professor für Quran-Wissenschaften, Dr. Zandani, hat eine Reihe verschiedene Wissenschaften übergreifende Studien gemacht, bei denen Naturwissenschaften den kuranischen Texten kritisch gegenübergestellt wurden. So warf er zum Beispiel zum genannten Vers aus der Sure 57 („Das Eisen“) und konkret zur Formulierung „Wir sandten das Eisen“ die Frage auf, warum Gott hier das Verb „senden“ und nicht „erschaffen“ verwendet hat. Er befragte den Astronauten Neil Armstrong persönlich zu dieser Angelegenheit. Dieser versicherte ihm, dass alle Kräfte auf unserem Sonnensystem nicht ausreichen würden, um das Eisen-Atom zu formieren, deshalb ist man sich in Kreisen der Wissenschaftler einig darüber, dass das Eisen nicht von der Erde stammte. Durch diese Erklärung war für Dr. Zandani der gesuchte Erklärungsansatz zur spezifischen Wortwahl des Kuran gefunden und gleichzeitig wissenschaftlich belegt.
| Sure |
Imam |
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| 78.Die Ankündigung |
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| 79.Die Entreißende |
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| 80.Er runzelte die Stirn |
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| 81.Das Einrollen |
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| 82.Die Spaltung |
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| 83.Die das Maß Verkürzenden |
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| 84.Das Zerbrechen |
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| 85.Die Türme |
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| 86.Tariq |
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| 87.Der Allerhöchste |
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| 88.Die bedeckende Stunde |
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| 89.Das Frühlicht |
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| 90.Die Ortschaft |
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| 91.Die Sonne |
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| 92.Die Nacht |
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| 93.Der Vormittag |
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| 94.Das Weiten |
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| 95.Der Feigenbaum |
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| 96.Der Blutklumpen |
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| 97.Die Bestimmung |
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| 98.Der deutliche Beweis |
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| 99.Das Beben |
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| 100.Die Renner |
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